# 69 - Da muss dein Kind eben durch
Shownotes
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00:00:01: Was das auch mit uns Eltern macht, vielleicht merkst du es beim Zuhören.
00:00:07: Oh, das betrifft nicht nur mein Kind!
00:00:10: Vielleicht hast Du selbst gelernt hart zu sein?
00:00:15: Vielleicht kennst Du diesen Satz Da musst Dein Kind eben durch oder Es muss lernen Nicht alles so ernst zu nehmen.
00:00:23: Es muss härter werden.
00:00:24: Das Leben ist schließlich kein Ponyhof.
00:00:27: Und vielleicht hast Du diesen Satz sogar schon selbst einmal gedacht.
00:00:32: Nicht weil du hart bist, nicht weil du deinen Kind nicht verstehst sondern weil du dir Sorgen machst.
00:00:38: Weil du siehst wie sensibel dein Kind ist!
00:00:41: Wie schnell es sich verletzt fühlt, wie tiefes Dinge aufnimmt, wie sehr er es manchmal mit Situationen kämpft die für andere scheinbar ganz leicht sind.
00:00:51: und dann kommt diese Angst, wie soll mein Kind in dieser Welt bestehen wenn es so weich ist?
00:00:57: Aber vielleicht ist genau das der Denkfehler.
00:01:01: Vielleicht muss dein Kind gar nicht härter werden, vielleicht darf es sicherer werden.
00:01:07: Sicherer in sich!
00:01:09: Sicherer mit seinen Gefühlen, sicherer in seinem Körper, sichera in seiner inneren Stimme, sicherar in dem Wissen – ich bin nicht falsch?
00:01:18: Nur weil ich viel fühle... Herzlich willkommen zu dieser Folge!
00:01:23: Mein Name ist Corinna Weber und ich unterstütze Eltern, Erzieher- und Pädagogen dabei Kinder auf ihrem Herzensweg zu begleiten.
00:01:29: Und ihnen innere Stärke Mut und Selbstvertrauen zu schenken ohne Druck und Funktionieren müssen Denn Kinder sind in meiner Welt nicht hier um perfekt zu funktionieren.
00:01:41: sie sind hierum in ihrer einzigartigkeit zu wachsen.
00:01:46: In dieser folge möchte Ich mit dir über ein thema sprechen dass mir sehr am Herzen liegt, denn ich erlebe immer wieder das Kinder die besonders feinfühlig sensibel emotional sind.
00:01:59: Sehr schnell als empfindlich gesehen werden sie weinen zu schnell Sie nehmen sich Dinge zu sehr zu herzen Sie grübeln zu viel Sie spüren Stimmungen im Raum Sie reagieren stark auf Lautstärke Auf Druck, auf Ungerechtigkeit oder Ablehnung.
00:02:17: Und statt zu fragen, was braucht dieses Kind um sich sicher zu fühlen?
00:02:22: Fragen wir oft.
00:02:24: Wie kriegen wir das Kind robuster?
00:02:27: Das klingt erstmal logisch!
00:02:29: Denn natürlich wünschen wir uns dass Kinder mit Herausforderungen umgehen können.
00:02:33: Wir wünschten uns, dass sie nicht bei jedem Konflikt zusammenbrechen Dass Sie Kritik aushalten, dass Sie sich in Gruppen zurechtfinden Dass Sie nicht an jeder Bemerkung hängen bleiben und dass Sie mutig durchs Leben gehen.
00:02:48: Aber die Frage ist, entsteht echte innere Stärke durch Abhärtung oder entsteht sie vielleicht durch Sicherheit?
00:02:59: Der Unterschied zwischen hart und stark.
00:03:03: Was ist das eigentlich?
00:03:04: Härte und Stärke werden oft verwechselt.
00:03:08: Hart sein bedeutet oft ich lass nichts an mich ran.
00:03:12: Ich zeige nicht was mich verletzt.
00:03:14: Ich schlucke meine Gefühle runter.
00:03:16: Ich funktioniere einfach weiter.
00:03:18: Ich reiß mich zusammen.
00:03:21: Das kann von außen stark aussehen.
00:03:24: Aber innerlich kann es bedeuten, ich bin abgeschnitten von mir!
00:03:30: Ich habe keinen Zugang mehr zu meinen Gefühlen... ...ich merke meine Grenzen nicht mehr, ich traue meiner Wahrnehmung nicht.
00:03:38: Ich tue so als wäre alles okay obwohl das nicht ist.
00:03:44: und genau das wünschen wir uns eigentlich nicht für unsere Kinder.
00:03:46: Wir wollen keine Kinder die alles runterschlucken.
00:03:50: Wir wollen keine Kinder, die sich selbst verlieren nur um stark zu wirken.
00:03:53: Wir wollen eine Kinder die später sagen Ich habe gelernt nichts mehr zu fühlen.
00:03:59: Viele von uns sind leider so aufgewachsen Aber echte Stärke ist etwas anderes.
00:04:04: Echte Stärke bedeutet ich kann fühlen und trotzdem handlungsfähig bleiben.
00:04:11: Ich kann traurig sein Und mich trotzdem halten!
00:04:15: Ich kann Angst haben und trotzdem den nächsten Schritt gehen.
00:04:19: Ich kann Nein sagen, auch wenn Anderes unbequem finden.
00:04:23: Ich kann Kritik hören ohne mich komplett in Frage zu stellen!
00:04:28: Ich kann bei mir bleiben – auch wenn es außen laut wird.
00:04:31: Das ist keine Härte, das ist innere Sicherheit Übrigens auch die Grundlage von echtem Lernen.
00:04:40: Warum sensible Kinder nicht falsch sind?
00:04:44: Vielleicht hast du ein Kind, dass sehr fein warnend Ein Kind, der sofort merkt, wann die Stimmung kippt.
00:04:51: Ein Kind, das spürt wenn jemand traurig ist.
00:04:55: Ein Kind das Ungerechtigkeit kaum aushält.
00:04:58: Ein kind, dass sich viele Gedanken macht Das bei Druck blockiert, das Rückzug braucht obwohl andere noch weiter machen.
00:05:07: Dann ist dieses Kind nicht falsch.
00:05:09: Es ist nicht kaputt, es ist nicht zu viel... ...es ist nicht automatisch schwach sondern es hat viel mehr ein sehr offenes System.
00:05:19: Es nimmt viel wahr Es verarbeitet tief, es fühlt intensiv.
00:05:26: Es braucht mehr Sicherheit, mehr Verbindung und mehr Zeit um sich zu regulieren.
00:05:32: Und genau hier dürfen wir als Erwachsene umdenken Denn ein sensibles Kind braucht nicht ständig die Botschaft.
00:05:40: Stelle dich nicht so an Sondern es braucht die Botschaft.
00:05:44: Ich sehe dass Dich das grad bewegt und ich helfe Dir damit umzugehen.
00:05:50: Das ist ein riesiger Unterschied.
00:05:53: Der erste Satz macht ein Kind allein mit seinem Gefühl.
00:06:06: Und du kannst lernen, damit umzugehen.
00:06:10: Was passiert denn eigentlich wenn Kinder immer hören?
00:06:14: Sie seien zu empfindlich Du bist so sensibel!
00:06:18: Du weinst schon wieder.
00:06:19: Das ist doch nicht so schlimm Andere schaffen das doch auch.
00:06:23: Du musst dir ein dickeres Fell zu leben.
00:06:27: Dann lernt das Kind irgendwann nicht, ich bin stark, sondern eher mit mir stimmt was nicht.
00:06:34: Es beginnt vielleicht sich zu schämen für seine Tränen und für seine Angst.
00:06:40: Für seine Empfindsamkeit, für seine Grenzen, für sein Bedürfnis nach Nähe, Ruhe oder Verständnis.
00:06:48: Und diese Scham kann viel tiefer wirken als die eigentliche Situation Denn dann kämpft das Kind nicht nur mit dem Gefühl Es kämpft zusätzlich gegen sich selbst.
00:07:00: Was denkt?
00:07:02: Ich sollte nicht so sein, ich sollte anders reagieren!
00:07:06: Ich sollte lockerer sein... ...ich sollte härter sein.. ..ich sollte normaler sein.
00:07:12: und genau hier verlieren Kinder den Kontakt zu ihrer inneren Wahrheit.
00:07:18: Sie hören nicht mehr was brauche ich sondern wie muss ich sein damit dich nicht falsch spinnen?
00:07:26: Sicherheit ist die Basis für Mut.
00:07:30: Viele glauben Kinder werden mutig, wenn man sie ins kalte Wasser wirft.
00:07:34: Und ja manchmal merken Kinder tatsächlich... Oh ich kann mehr als ich dachte!
00:07:40: Aber wenn ein Kind dauerhaft überfordert wird dann entsteht nicht Mut.
00:07:45: Dann entsteht Stress Rückzug Anpassung Widerstand Oder auch Inneres abschalten.
00:07:53: Mut entsteht dadurch dass kein Kind keine Angst haben darf.
00:08:01: Ich darf Angst haben und ich bin nicht allein damit.
00:08:18: Und ein Kind, das sich sicher fühlt kann sich eher ausprobieren.
00:08:32: Es kann eher Neues wagen es kann eher Fehler zulassen es kann er über sich selbst hinauswachsen.
00:08:39: Es kan eher Kritik einordnen ist kann eher zurückkommen wenn etwas nicht klappt denn es weiß ich falle nicht ins Bodenlosen.
00:08:49: Was brauchen nun Kinder statt?
00:08:51: du musst härter werden?
00:08:53: Vielleicht fragst Du Dich jetzt was sage ich denn stattdessen?
00:08:57: hier sind Ein paar Sätze die dein kind innerlich stärken können.
00:09:02: Ich sehe, dass sich das gerade getroffen hat.
00:09:04: Dein Gefühl darf da sein!
00:09:06: Wir schauen gemeinsam was du jetzt brauchst.
00:09:09: Du bist nicht falsch weil du so fühlst.
00:09:13: Lass uns mal überlegen was dir Sicherheit gibt.
00:09:15: Was würdet ihr helfen den nächsten kleinen Schritt zu gehen?
00:09:20: Du musst...du musst nicht alles perfekt lösen.
00:09:23: Du darfst lernen mit diesem Gefühl umzugehen.
00:09:26: Ich trau dir zu, dass du deinen Weg findest und ich bin da während du übst.
00:09:31: Merkst du den Unterschied?
00:09:33: Diese Sätze Nehmen dem Kind nicht alles ab.
00:09:38: Aber sie machen es auch nicht klein!
00:09:41: Sie sagen nichts, ach du armes Kind Du musst gar nix schaffen Sondern sie sagen ich sehe dich Ich halte Dich nicht für falsch Und ich glaube an Deine Kraft.
00:09:52: Das ist für mich eine der schönsten Formen von Begleitung.
00:09:58: Ein Beispiel aus dem Alltag Stell Dir vor dein Kipp kommt nach Hause und erzählt Heute hat jemand gesagt Mein Bild sieht komisch aus.
00:10:05: Vielleicht würdest du spontan sagen Ach Das war bestimmt nicht so gemeint, oder da musst du drüber stehen.
00:10:13: Oder ignorier das einfach und natürlich meinst du es gut!
00:10:18: Du möchtest dein Kind entlasten aber beim Kind kann ankommen... Mein Schmerz ist nicht wichtig.
00:10:26: ich sollte das nicht fühlen.
00:10:28: Ich bin zu empfindlich.
00:10:31: eine andere Möglichkeit wäre oh das hat dich verletzt oder?
00:10:36: Und dann vielleicht Magst du erzählen, was genau daran so weh getan hat?
00:10:42: Und später – Was möchtest Du jetzt mit diesem Gefühl machen?
00:10:45: Brauchst du Trost, Ruhe oder eine Idee wie du morgen damit umgehen kannst?
00:10:51: Das ist kein Drama.
00:10:53: Das ist emotionale Begleitung!
00:10:56: Du hilfst deinem Kind das Gefühl zu erkennen einzuordnen und wieder handlungsfähig zu werden.
00:11:02: Genau dadurch wird es stärker nicht härter sondern stärker.
00:11:09: Für mich gehört zu moderner Spiritualität für Kinder genau das dazu.
00:11:16: Kinder dürfen lernen, dass ihre Gefühle nicht gegen sie arbeiten.
00:11:20: Sie dürfen lernen.
00:11:21: meine Angst will mich nicht klein halten.
00:11:25: Sie will mir zeigen wo ich Sicherheit brauche.
00:11:28: Meine Wut ist nicht falsch.
00:11:30: die zeigt mir dass eine Grenze berührt wurde.
00:11:33: Meine Traurigkeit ist nicht peinlich.
00:11:36: sie zeigt mir, dass mir etwas wichtig ist.
00:11:39: Meine Sensibilität ist keine Schwäche, sie ist ein feines Wahrnehmen.
00:11:45: Wenn Kinder so auf sich schauen dürfen entsteht ein ganz anderer Zugang zu ihrem Inneren.
00:11:52: Sie müssen ihr Gefühl nicht bekämpfen!
00:11:54: Sie dürfen sie verstehen und dann werden Gefühle zu wegweisern Nicht zu feinden.
00:12:01: Das ist für mich ein innerer Kompass.
00:12:04: Und dieser Kompess entsteht nicht wenn wir Kindern beibringen sich abzuhärten.
00:12:08: Sie entsteht wenn wir ihnen helfen sich selbst zu verstehen.
00:12:14: Was das auch mit uns Eltern macht, vielleicht merkst du das beim Zuhören.
00:12:19: Oh!
00:12:20: Das betrifft nicht nur mein Kind.
00:12:23: Vielleicht hast Du selbst gelernt hart zu sein?
00:12:26: Vielleicht hast du gelernt reiß dich zusammen nach weiter.
00:12:30: Zeig nicht dass es weh tut, sei nicht so empfindlich.
00:12:33: andere haben es schlimmer funktioniere.
00:12:38: und vielleicht fällt's dir deshalb manchmal schwer die gefühle deines kindes auszuhalten Nicht weil du lieblos bist, sondern weil sie etwas in dir berühren.
00:12:49: Vielleicht triggert dich das Weinen deines Kindes, weil du selbst nicht weinen durftest?
00:12:55: Vielleicht macht dich seine Angst unruhig, weil deine Angst nie gehalten wird!
00:13:01: Vielleicht möchtest Du dass dein Kind härter wird, weil Du selbst damals hart werden musstest.
00:13:06: und dann darfst Du heute ganz sanft innehalten und Dich fragen will ich wirklich, dass mein Kind denselben Weg gehen muss oder darf mit mir etwas neues beginnen.
00:13:19: Eine kleine Übung für dich, ich möchte dich zu einer kleinen Reflexion einladen.
00:13:24: Denk einmal an eine Situation in der du bei deinem Kind dachtest es muss doch lernen damit klarzukommen.
00:13:32: und dann fragt dich was hat mein Kind in diesem Moment wirklich gebraucht?
00:13:39: Mehr Druck oder mehr Sicherheit, mehr Erklärung oder mehr Verbindung, mehr Abhärtung?
00:13:52: Und dann fragt dich auch, was hätte ich als Kind in so einem Moment gebraucht?
00:13:58: Vielleicht entsteht genau dort ein neuer Blick.
00:14:01: Nicht weichgespült nicht grenzenlos sondern liebevoll und klar!
00:14:07: Denn Sicherheit bedeutet nicht dass wir Kindern alles ersparen.
00:14:12: Sicherheit bedeutet wir lassen sie nicht allein mit dem was sie noch nicht alleine halten kann.
00:14:21: Wenn dein Kind also das nächste Mal stark reagiert, versuch einmal nicht sofort zu korrigieren.
00:14:26: Nicht sofort zu erklären!
00:14:27: Nicht sofort beruhigen und sagen ist noch nicht so schlimm.
00:14:31: Atme mal und sage innerlich mein Kind ist gerade nicht schwierig.
00:14:37: Mein Kind fühlt gerade etwas Großes und dann fragt man was brauchst du gerade um dich wieder sicherer zu fühlen?
00:14:47: Vielleicht weiß kein Kind keine Antwort.
00:14:50: Dann kannst du Angebote machen.
00:14:52: Brauchst du nur eine Umarmung, brauchst du kurz Ruhe, brauchste, dass ich einfach da bin.
00:14:58: soll ich rausgehen?
00:15:00: Brauchste Hilfe Worte dafür zu finden.
00:15:03: mit der Zeit lernt dein Kind.
00:15:05: Ich bin meinen Gefühlen nicht ausgeliefert!
00:15:07: Ich kann sie wahrnehmen, ich kann sie benennen... ...ich kann Unterstützung annehmen und wieder in meine Kraft kommen.
00:15:16: Das ist emotionale Stärke.
00:15:20: Dein Kind muss nicht härter werden, es darf lernen sich selbst zu halten.
00:15:25: Es darf lernen das Gefühl kommen und gehen!
00:15:51: sondern Sicherheit, nicht funktionieren, sondern Verbindung.
00:15:54: Nicht ein dickes Fell, sondern einen inneren Boden.
00:16:00: und wenn du mehr darüber erfahren möchtest wie das geht und wie du das zuhause mit deinen Kindern oder vielleicht auch in der Arbeit wo du Kinder begleitest einsetzen kannst dann lade ich dich ganz herzlich ein dich zu informieren über meine Ausbildung zum Hartful Kids Coach zum spirituellen Kindercoach.
00:16:16: alle Infos dazu findest Du hier in der Caption.
00:16:20: alles Liebe Deine Corona.
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