#054 „Dein Kind ist ZU SENSIBEL?“ -Bitte mach DAS nicht!
Shownotes
„Dein Kind ist einfach zu sensibel…“ Hast du das schon mal gehört? Oder hast du es dir selbst in einem überfordernden Moment gedacht?
In dieser Folge spreche ich über etwas, das viele Eltern unbewusst tun und das sensible Kinder innerlich kleiner macht: Scham.
Denn Sätze wie „Stell dich nicht so an“ oder „Das ist doch nicht schlimm“ wirken nicht beruhigend, sie wirken trennend.
Du erfährst in dieser Folge: ✨ was „sensibel“ wirklich bedeutet (und warum es keine Schwäche ist) ✨ warum sensible Kinder oft stärker reagieren – und was im Nervensystem passiert ✨ welches Verhalten du unbedingt vermeiden solltest ✨ wie du dein Kind stattdessen schützt, stärkst und seine Ressourcen aufbaust ✨ inklusive einer kurzen, kindgerechten Mini-Übung: „Mein Schutzlicht“ (sofort umsetzbar)
🧡 Wenn du Kinder nicht bewerten, sondern wirklich begleiten willst – herzgeführt, achtsam und mit moderner Spiritualität, dann bist du hier genau richtig.
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#054 Wenn dein Kind sensibel ist Podigee final
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Dein Kind ist so sensibel. Vielleicht hast du diesen Satz schon oft gehört. Von der Oma, von der Kita, von der Schule oder sogar von dir selbst in Momenten, in denen du nicht mehr weiter wusstest.
Dein Kind weint schnell, zieht sich zurück, reagiert stark auf Geräusche, Blicke, Streit und Konflikte und manchmal hast du das Gefühl, das Leben, das wird ihm später doch zu hart. Aber jetzt kommt meine klare Botschaft. In dieser Folge, wenn dein Kind sensibel ist, bitte mach das nicht.
Mach es nicht kleiner, mach es nicht hart. Gib ihm nicht das Gefühl, falsch zu sein. Denn Sensibilität, das ist kein Defekt, das ist eine Gabe.
Und sie kann zur Superkraft werden, wenn dein Kind lernt, damit sicher umzugehen. Am Ende dieser Folge bekommst du eine kleine Übung, die du sofort mit deinem Kind machen kannst, damit es sich innerlich sicherer fühlt, ohne sich zu verbiegen. Herzlich willkommen zu dieser Folge.
Mein Name ist Corinna Weber und ich unterstütze Eltern, Erzieher und Pädagogen dabei, Kinder auf ihrem Herzensweg zu begleiten und ihnen innere Stärke, Mut und Selbstvertrauen zu schenken, ohne Druck und funktionieren müssen. Denn Kinder sind nicht hier, um perfekt zu funktionieren. Sie sind hier, um in ihrer Einzigartigkeit zu wachsen.
Lass uns mal starten damit, was ist denn eigentlich zu sensibel? Was bedeutet es denn? Zu sensibel ist mal grundsätzlich ein Urteil, ist eine Bewertung. Aber Sensibilität ist erst mal nur eins, ein feines Nervensystem. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger.
Manche Kinder nehmen mehr wahr, mehr Stimmung in dem Raum, mehr Spannung zwischen Menschen, mehr Details in Geräuschen, Worten, Blicken, mehr innere Impulse und Gefühle. Und oft wirkt es dann von außen irgendwie übertrieben, weil Erwachsene ja nur das Verhalten, also die Folge davon sehen. Tränen, Rückzug, Wut, Überforderung.
Aber innen, da innen, in deinem Kind, da passiert was anderes. Dein Kind verarbeitet alles gleichzeitig. Und das ist kein Problem.
Das ist einfach nur ein Hinweis, dass dieses Kind andere Rahmenbedingungen braucht, als vielleicht Kinder mit einem robusteren Reizfilter. Und wichtig, nicht jedes sensible Kind ist automatisch hochsensibel. Aber jedes Kind, das feinfühlig reagiert, braucht dieselbe Grundhaltung von dir, von uns, Begleitern von Kindern.
Es braucht Schutz, Verbindung, Verständnis statt Bewertung. Eigentlich braucht das natürlich jedes Kind. Aber besonders diese Feinfühligen brauchen das in großem Maße.
Bitte mach das nicht. Erzeuge keinen Scham bei deinem Kind. Das ist der größte Fehler, der oft passiert und der natürlich unbewusst passiert.
Er klingt manchmal sogar lieb oder vernünftig, zu sagen, jetzt stell dich doch nicht so an. Das war doch gar nicht so schlimm. Du bist aber empfindlich.
Da musst du jetzt durch. Jetzt wein doch nicht schon wieder. Kennst solche Sätze, oder? Aber was passiert dadurch im Kind? Dein Kind lernt dadurch nicht stabil zu werden, sondern es lernt, mit mir stimmt was nicht.
Und das ist der Punkt, an dem Sensibilität gefährlich wird. Nicht, weil die Sensibilität an sich irgendwie falsch wäre, sondern weil das Kind beginnt, durch die Reaktion im Außen, sie zu unterdrücken. Scham ist eine der stärksten Emotionen, die Menschen überhaupt haben.
Scham macht klein. Scham trennt. Scham verschließt.
Und wenn ein Kind für seine Gefühle beschämt wird, dann lernt es, meine Gefühle sind falsch. Ich bin zu viel. Ich darf nicht zeigen, was in mir ist.
Ich muss funktionieren, um okay zu sein. Und genau da entsteht später oft etwas, was du vielleicht selber kennst. Perfektionismus, People-Pleasing, Rückzug, innere Anspannung, Angst, abgelehnt zu werden, Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen.
Du kannst dir Scham so ein bisschen so vorstellen, wie so ein Deckel auf dem Herzen. Kann da nicht mehr raus. Aber dein Kind, das braucht eigentlich genau das Gegenteil.
Einen Raum, in dem sein Herz sicher ist, in dem sein Herz sich ausbreiten kann. Einen Raum, den dein Kind mit seinem Herzen, mit seinen Gefühlen, mit seinem Sein füllen kann. Zum Verständnis, warum reagieren sensible Kinder, denn eigentlich oft so stark oder für viele im Außen übertrieben.
Wenn dein Kind schnell weint oder explodiert, dann denken viele, das ist eine Schwäche. Aber oft ist es einfach nur überflutet. Sensible Kinder haben häufig ein Nervensystem, das schneller in Stress geht als andere.
Und wenn zu viele Reize kommen, dann schaltet das System um auf Notfallprogramm. Kampf, Flucht oder Erstarren. Bei Kampf heißt das dann Wut, Schreien, Nein, Aggression.
Flucht, weglaufen, vermeiden, ich will nicht. Erstarren, still werden, Rückzug, innerlich weg sein. Ich möchte dich anleiten, zu einem Perspektivwechsel.
Dein Kind reagiert in diesem Moment nicht dramatisch, um dich zu manipulieren, sondern es reagiert so, weil sein System gerade keinen anderen Weg findet. Das kann nicht. Das ist nicht möglich.
Wenn unser Körper im Notfallprogramm läuft, Kampf, Flucht, Starre, ist es nicht möglich, das mit bewussten Handlungen zu verändern. Es reagiert also einfach ganz automatisch im Autopilot. Und das ist kein Erziehungsproblem, das ist ein Regulationsthema.
Und das bedeutet, dein Kind braucht nicht Härte, es braucht keine Zurechtweisung, es braucht keine klugen Sprüche, sondern Korregulation. Hier sind drei Dinge, die Kinder in solchen Situationen besonders brauchen. Gesehen werden, ohne Bewertung.
Sage Sätze wie, ich sehe, dass dich das gerade sehr bewegt. Das ist okay, ich bin da. Das nimmt Druck raus und Druck ist der größte Feind sensibler Kinder, denn je mehr Druck, desto schneller geht das System in den Notfallmodus.
Zweiter Punkt, Schutz vor Reizüberflutung. Und das heißt nicht abschotten, sondern ein kluger Umgang mit Energie. Weniger Termine hintereinander, Übergänge sanfter gestalten, Pausen einplanen, nach Schule und Kita runterfahren, bevor du Fragen stellst, Hausaufgaben.
Nächster Programmpunkt. Dritter Tipp, Ressourcen stärken. Kinder brauchen, und ganz besonders sensible Kinder, ein inneres Gefühl von, ich kann das tragen, ich kann das aushalten, ich kann da durchkommen.
Und das entsteht nicht durch, jetzt reiß dich doch zusammen, sondern durch kleine Erfolgserlebnisse, die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, Rituale, die Sicherheit geben, das Erkennen der eigenen Stärken. Und hier kommt, mein Steckenpferd, die moderne Spiritualität ins Spiel. Nicht als Dogma, sondern als Verbindung zur inneren Wahrheit.
Sensible Kinder, die sind oft sehr, sehr nah an ihrer Intuition, an ihrem Herzen, an der Sprache ihres Herzens. Und wenn sie lernen, dieser zu vertrauen, dann werden sie nicht schwächer, sondern klarer. Lass uns eine kleine Übung gemeinsam machen, die heißt, mein Schutzlicht.
Das ist eine Übung, die du sofort machen kannst, kurz, kindgerecht und wirkt stark auf das Nervensystem. Die geht folgendermaßen, setzt euch hin, Hand aufs Herz und dann sage, schließ mal die Augen. Und wenn du magst, dann stell dir vor, da in deinem Herzen, da ist ein kleines Licht.
Das kann eine kleine Lampe sein, eine kleine Kerze, ein kleines Licht. Und dieses Licht, das kann größer werden, das kann aus deinem Herzraum herauskommen. Stell dir das mal vor.
Stell dir vor, wie dieses Licht aus deinem Herzraum heraus in deinen Brustkorb wandert, von dort in deine Arme, deinen Bauch, immer tiefer und tiefer wandert, deine Beine erfüllt. Und auch nach oben, dein Kopf fühlt sich warm und weich und sicher an. Dann stell dir vor, wie dieses Licht jetzt auch deinen Körper verlässt und dich so einhüllt, wie eine warme, weiche, sichere Decke.
Und frage dich heute, welche Farbe hat dieses Licht? Wie darf dieses Licht heute für dich strahlen? Und ich lade dich ein, dieses Licht, wie eine warme, weiche Decke, die dich umhüllt, immer mitzunehmen. Überall hin, wo du gehst. Wenn du morgen in die Schule oder in die Kita gehst, kannst du dieses Licht mitnehmen.
Es schützt dich. Es erinnert dich. Ich bin sicher.
Ich bin bei mir. Und vielleicht magst du diesem Licht sogar einen Namen geben. Und du kannst es als Begleiter immer mitnehmen.
Du kannst es rufen bei seinem Namen. Du kannst dir seine Farbe vorstellen und das sichere Gefühl, das es dir gibt. Ja, und wenn du magst, kannst du dein Kind diese Situation, dieses Licht, diese Decke, die es einhüllt, auch malen lassen.
Nimm vielleicht ein Foto deines Kindes, klebe es in die Mitte von einem Blatt Papier und lass dein Kind dieses Licht in seiner Farbe malen, dass es umgibt wie eine warme, weiche Decke. Und die Botschaft dahinter ist, ich bin nicht ausgeliefert. Ich habe etwas in mir, das mich trägt.
Einen sicheren Schutzmantel, den ich immer wieder umlegen kann, wenn ich es brauche. Wenn dein Kind sensibel ist, dann ist es nicht ein Problem, sondern es ist eine besondere Art, die Welt zu spüren. Das ist eine ganz riesengroße Gabe in meinen Augen.
Und ja, das braucht Begleitung. Und ja, das kann schwierig sein. Und wichtig ist aber, dass du darauf, auf die Sensibilität und den Ausdruck dieser Sensibilität nicht in Form von Druck reagierst, sondern in Form von Schutz, Verbindung, Herzensführung und vor allen Dingen, dass du den Mut hast, diese Gefühle nicht kleinzureden, sondern sie da sein zu lassen und mit ihnen zu schwingen.
Stichwort Korregulation. Und wenn du spürst, du willst das nicht nur irgendwie intuitiv machen, sondern wirklich tief verstehen, wie du dein Kind und andere Kinder emotional, spirituell stärkst, wie du ihr Nervensystem begleitest, wie du deine eigene Haltung stabilisierst, dann lade ich dich ganz herzlich ein, dich mal über meine Ausbildung zum spirituellen Kindercoach zu informieren. Dort gehen wir genau in diese Tiefe.
Verbindung statt funktionieren, Herz statt Scham, innere Wahrheit statt Anpassung. Und du findest alle Infos dazu hier in den Shownotes und weiterführend auf meiner Seite. Ja, wenn dich diese Folge berührt hat, dann schreib mir gerne in die Kommentare.
Ist dein Kind vielleicht auch sensibel und was ist eure größte Herausforderung im Alltag? Lass uns sehr, sehr gerne in den Austausch gehen. Und wenn du andere Mamas, Papas, Begleiter, Erzieher, Lehrer kennst, die diese Folge brauchen können, dann leite sie gern weiter. Also, ich freue mich aufs nächste Mal.
Alles Liebe, deine Corinna.
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